Gedanken zur Coronakrise 

Jede Krise, die einen in die Ruhe führt, beinhaltet auch Chancen.
Normalerweise sind es persönliche Krisen und lokal begrenzte. Nun aber erleben wir ein globale Krise, welche die welche die ganze Welt betrifft und in Dynamik radikal abbremst. Sie zwingt global zum Nachdenken.
Die Welt vor Corona entwickelte sich immer schneller, hektischer, brutaler, richtete sich gegen Mensch und Natur. Viele Warnzeichen wurden überhört von überforderten oder egoistischen Politikern und Wirtschaftsbossen. Klimaerwärmung, Wasserknappheit, Brände, Vergiftung von Luft und Böden, Artensterben, ... Darüber wurde geredet, demonstriert, in Foren diskutiert. Bewegt hat sich wenig, da alle Staaten egoistisch ihre eigenen Positionen und Ziele vertraten. Die Ausbeutung der Natur und der Menschen schritt beständig weiter voran.
Und nun legt ein unheimlicher Winzling alles lahm, sorgt für eine Totalbereinigung alter überholter Strukturen, rafft alte Menschen dahin und junge ebenso. Auf einen Schlag müssen Staatschefs und Politiker komplett umdenken.
In diesem Chaos der Natur verbirgt sich die Chance der Neuordnung. Mutter Erde erzwingt ein Umdenken. Zunächst löst es Verwirrung und Ängste aus. Daraus bildet sich Solidarität vieler Menschen, die anderen helfen wollen. Politiker denken schlagartig um, zeigen soziale Qualitäten. Unterstützendes Geld ist plötzlich da. Die blockierende schwarze Null, Ehrgeiz vorsichtiger Finanzchefs, ist auf einen Schlag Geschichte. Die Umstrukturierung läuft auf allen Ebenen.
Wohin die Kugel nun läuft ist noch nicht klar zu erkennen, aber sie läuft in die Zukunft und räumt Altes weg, was in der Zukunft nicht mehr nötig ist.
Diese radikale Pause bietet Entspannung, Gesundung der gehetzten Seelen, reinigt die Athmosphäre, bietet der Natur eine Atempause der Erholung von dem sich permanent vermehrenden Wesen Mensch, der immer mehr Recoursen verbraucht, Meere verschmutzt und vermüllt, die Luft verpestet und die Böden und Wasser vergiftet.
Es ist wie ein großer Aufschrei der Natur, die des Menschen Gier überdrüssig geworden ist, dem einen gewaltigen Denkzettel verpasst und diese zwingt umzudenken. “Entweder ihr lebt mit mir oder gegen mich. Wenn weiter gegen mich, werde ich mich noch öfters wehren, mit immer mächtigeren Waffen, gegen die ihr machtlos seid!”
So verstehe ich diese Botschaft der Natur und jeder sollte darüber nachdenken.
Mitfühlende Menschlichkeit und soziales Miteinander ist der wahre Weg der Zukunft. Mögen viele diese Zeichen bald erkennen und danach handeln. 

Peter Burger
 

Website aktualisiert: 30.4.2020